Parkgebühren-Schock, Stau-Chaos und Verwaltungsreform

Shownotes

Leipzig steht vor großen Herausforderungen im Verkehr und in der Stadtfinanzierung. In dieser Folge von „Abends im Rathaus“ geht es um die geplante Ausweitung und Verteuerung des Anwohnerparkens, die zunehmende Stauproblematik sowie die konkreten Auswirkungen auf Bürger und Wirtschaft. Es wird diskutiert, ob höhere Gebühren tatsächlich zur Lösung beitragen oder vor allem zusätzliche Belastungen schaffen. Zudem werden aktuelle Zahlen zur Verkehrssituation eingeordnet und anhand praktischer Beispiele gezeigt, wie viel Zeit und Produktivität im Alltag verloren gehen. Die Folge bietet eine klare Analyse der aktuellen Entwicklungen und zeigt auf, welche politischen Ansätze im Raum stehen.

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00:00:00: Speaker: Ja, liebe Leipziger, herzlich willkommen zu einer neuen Folge abends im Rathaus. Wir haben uns gedacht, wir beschäftigen uns heute mal oder stellen in ein paar Themen vor, mit denen wir uns in letzter Zeit und aktuell beschäftigen. Und um diese mit mir zu besprechen, ist dabei mein lieber Freund und Kollege Falk Dosi. Hallo von mir. Ja, lieber Falk, verlieren wir gar nicht erst die Zeit, springen wir direkt rein. Ein Stichwort, was viele Leipziger kennen, gerade natürlich die mit Mietauto ist das Stichwort Anwohnerparken. Da gibt es ja aktuell Bewegung. Kannst du das mal kurz für den Zuhörer zusammenfassen? Ja, es gibt deswegen Bewegung, weil es von der grünen Fraktion einen Antrag im Verfahren gibt, das Anwohnerparken Thema komplett oder zu Großteil auszuweiten und vor allen Dingen auch die Preise deutlich zu steigern. Und das hat natürlich ganz schön viele Wellen geschlagen, weil natürlich in vielen Gebieten das Problem sehr kritisch gesehen wird, also dass man dafür später Geld zahlen muss oder wenn man jetzt schon Geld zahlt, dann auch vor allen Dingen deutlich mehr. Ja gut, Glück. Die, die einen Parkplatz haben, das ist ja in vielen Gebieten mittlerweile auch schon ein Thema. Also aber genau, also Ziel. Wenn ich das jetzt noch mal so zusammenfasse, ist es von den Grünen ganz klar mehr und teurer. So kann man es zusammenfassen, mehr und teurer. Und uns verkaufen sie es damit, dass sie sagen Mensch, wir müssen ja hier Einnahmen erhöhen für den Stadthaushalt. So versucht man uns gerade damit zu ködern. Ja, jeder macht aus der Finanzkrise so seins. Und wie ist denn unsere Haltung dazu? Na ja, ich sage mal, wir haben. Wir haben zwei Konflikte. Das hast du ja gerade schon eben gesagt. Nämlich Wir haben in manchen Quartieren das Thema, das ist ein extremsten Parkdruck gibt. Das heißt, dass man halt drehen muss abends achtzehn uhr oder siebzehn Uhr dreißig, wenn man von der Arbeit kommt, um erstmal seinen Parkplatz zu finden. Da könnte eventuell so ein Anwohnerparksystem sinnvoll sein, nämlich dass man die Autos, die eigentlich gar nicht zur Anwohnerschaft gehören, versucht, aus diesem Gebiet rauszudrängen. Das ist ja der Sinn. Nachteil ist natürlich, wenn jeder dann dafür bezahlen muss, sucht man vielleicht nicht mehr so häufig, muss aber dafür löhnen. Und das ist dann die Frage, was will man? Aber da kann es ja durchaus vielleicht von Quartier zu Quartier Unterschiede geben. Also ich zum Beispiel manchmal von Anwohnern rund um die Arena bzw aus dem Stadion, so dass sich da manche Bewohner allein schon fürs Wochenende oder so schon mal eine Ausweitung wünschen. Aber ich glaube, das ist ja nicht. Also ich glaube, jetzt reden wir ja sehr anwohnerorientiert, aber ich habe nicht den Eindruck bei dem Antrag gehabt, dass es der grünen Fraktion ums gleiche Thema geht, sondern ich glaube, da geht es ja schon ganz klar. Einfach den Druck aufs Auto oder auf Autofahrer vor allem immer weiter zu erhöhen. So koste es, was es wolle. Ja, genau das hat man gleich im ersten Punkt, wo Sie im Prinzip reinschreiben, dass Sie das deutlich erhöhen wollen. Die Anzahl der Bewohnerparkflächen und aber auch den Preis. Und wenn man natürlich über eine Preiserhöhung nachdenkt, dann weiß man, es geht ums Geld verdienen, dann macht es keinen Sinn. Und wir reden ja jetzt nicht von was weiß ich zehn zwanzig Euro im Jahr, sondern es soll ja wirklich raufgehen. Also wir reden hier über mehr als eine Verdoppelung. Also ich sage es mal in solchen Gebieten wie jetzt zum Beispiel in Grünau oder wo wir große Neubaublöcke haben, Da könnte das schon Sinn machen, dass man, dass man Flächen, die für den Parkraum zur Verfügung steht, den Menschen dort vor Ort irgendwie bevorrechtigt. Ich kann das jetzt vielleicht nicht so clever formulieren formulieren, aber es ist doch schade, wenn das Parkflächen, die um die Häuser drumrum gebaut wurden, dann für irgendwelche anderen. Also wenn irgendwelche anderen die die nutzen, das soll ja genau für die Menschen sein, dass die im Prinzip ihr Auto dort parken können, ihren Einkauf hochtragen können und dann das Auto dort über Nacht stehen lassen können, damit sie am nächsten Tag, wenn sie früh wieder los müssen, Kinder in die Kita bringen oder auf Arbeit, dann nicht fünfzehn Minuten zu Fuß unterwegs sind mit dem Kind, sondern dass sie dann gleich in ihr Auto steigen können oder in ihr Gefährt und dann losdüsen können. So stelle ich mir zumindest ein sinnvolles Anwohnerparksystem vor. Aber ob man das jetzt mit Geld machen muss? Nee, ich glaube nicht. Genau das ist ja, glaube ich noch mal ganz wichtig. Also wir sind ja kein grundsätzlicher Gegner vom Anwohnerparken. Ich glaube, unser Problem heißt eher Abzocke. Also genau so würde ich es jetzt abschließend noch mal zusammenfassen. Also ich könnte mir zum Beispiel. Ich könnte mir gut vorstellen, man kriegt einen Anwohnerparkausweis, der kostet jetzt mal vielleicht dreißig Euro im Jahr für die Genehmigung und dann kann man mit diesem Ausweis in dem kompletten Wohngebiet kostenlos parken. Aber alle anderen, die jetzt sagen Ich bin jetzt hier auf der Durchreise oder ich bin jetzt hier beim Arzt wegen mir dort, dass die sagen, okay, wenn ich zum Arzt gehe, muss ich halt einen Euro zahlen oder so was da. Ich glaube, da hat keiner was dagegen. Da würden mir selbst sagen Nee, das ist in Ordnung. Um das Ganze ein bisschen einfacher hinzubekommen für die Menschen dort vor Ort. Aber prinzipiell, dass die da einen normalen Parkgebühr zahlen müssen, das halte ich für ausgeschlossen. Ja, dito. Und jetzt waren wir beim Jetzt waren wir beim Verkehr, also beim Parken. Meistens habe ich mich ja vorher bewegt und das bringt uns zum Zweiten Thema was, was wir die Wochen uns angeschaut haben. Und zwar das Thema Stau in Leipzig. Da kamen jetzt neue Zahlen raus. Ja, das stimmt. Also wir als CDU Fraktion haben ja schon öfters eine Anfrage gemacht an das Mobilität und Tiefbauamt. So alle zwei drei Jahre machen wir das. Immer wenn TomTom so die neueste Statistik eröffnet oder rausbringt. Und da ist es ja total toll. Also ich kann ja mal ein Lob machen für die Stadtverwaltung. Das ist ja Wahnsinn. Wir sind jetzt unter den Top Ten. Wir sind jetzt bei den Top Städten der Staus in Deutschland angelangt. Das heißt unsere unsere Strategie, wie wir mit Verkehr umgehen, ist jetzt so gut, dass wir ganz oben genannt werden. Also bei uns gibt es den meisten Stau oder fast den meisten Stau bei allen Großstädten in Deutschland. Das ist doch schon mal großartig. Jeder will gerne oben mitschwimmen. Das können wir sagen. Wow, wir spielen jetzt oben mit. Das ist natürlich für die Menschen und das ist jetzt mal aus dem lustigen Stücke ins Sachliche wieder reingehen, das ist doof. Das ist wahnsinnig viel Freizeit und Lebenszeit, die wir unseren Leipzigern klauen, weil die einfach im Auto warten müssen, um bis nach Hause zu kommen oder auf Arbeit zu kommen. Und für den Wirtschaftsverkehr ist es eine Katastrophe, weil das ist alles produktive Arbeitszeit ist, die verloren geht? Ja, klar. Und ich meine, wir reden immer viel über Feinstaub, Abgase etc. Wenn das Auto, also wenn es Anne ist, aber sich nicht bewegen kann, das weiß nicht, ob das so im Sinne des Erfinders ist. Und ich meine Verkehr. Da sind wir beim Thema. Ich glaube, das ist ja ein offenes Geheimnis, was für für Kommunalpolitiker immer mit zu den umstrittensten Themen gehört, weil da die Ansichten am weitesten auseinandergehen. Oder anders gesagt die Unterschiede zwischen den Parteien sehr deutlich werden. Was ist denn da jetzt unser Ansatz? Na ja, wenn man sich anschaut, wie man eine clevere Stadt baut. Natürlich muss man sich mit dem Fahrrad und ÖPNV beschäftigen. Das heißt für die Menschen, die kein Auto haben oder die sich bewusst gegen das Auto entscheiden, für die muss es eine Variante geben, schnell von A nach B zu kommen. Das muss sicher sein. Also die Straßenbahn muss sicher laufen, die muss auch pünktlich laufen oder fahren. Und das Fahrrad muss natürlich sicher sein. Ich muss mit dem Fahrrad von jeder Stelle in Leipzig in die Innenstadt kommen und andersrum oder quer. Da müssen clevere Fahrradwege her. Da bin ich völlig dabei. Aber wir müssen auch gleichzeitig dafür lösen, dass wir die Hauptverkehrsstraßen, die können wir nicht zu Flaniermeilen umbauen, die können wir nicht, auch nicht umbauen. Jetzt machen wir die mal einspurig, weil das einfach schöner ist. Nein, so eine Hauptverkehrsstraße hat einen Zweck, nämlich den Zweck, Durchgangsverkehr zu ermöglichen. Und wenn wir uns anschauen, wie wir die letzten Jahre mit dem mit den großen Einfalls und Ausfallstraßen in Leipzig umgegangen sind, haben wir die fast bei jedem Umbau einspurig gezogen. Und dass uns das natürlich zu einem Herzinfarkt führt, ist ja logisch. Wenn ich alles verenge, was auf die, auf den Puls, also auf den Ring zugeht, alles verenge, kommt es automatisch zu einem Kollaps. Und der Kollaps geht von innen nach außen dann logischerweise. Ich meine immerhin bei der bei der Prager Straße zwei tausend vier und zwanzig oder beim Umbau zwei tausend. Da konnte es ja zum Glück verhindert werden. Auch dank uns. Es war eines unserer großen Anliegen damals. Aber was mir immer auffällt, wo ich manchmal den Eindruck habe jetzt muss ich aber auch den Zuhörern sagen Ich bin jetzt nicht der Hauptverkehrspolitiker bei uns. Mein Eindruck ist immer es gibt erstens zu viele Baustellen in der Stadt gleichzeitig und zweitens, glaube ich, wird hier jede Baustelle abstrakt voneinander gedacht. Was meine ich damit? Mein Eindruck ist oftmals so, dass jede Baustelle für sich geplant wird und was für eine Auswirkung dann die neue Umleitung mit den schon vorhandenen etc. macht. Das wird gar nicht bedacht. Und so glaube ich, geht es vielen Menschen so im Alltag. Gefühlt fährt man nur noch von Baustelle zu Baustelle, von Umleitungen, Umleitungen und das. Und Umleitungen sind ja meistens so die Straßen, auf die es dann geht. Die sind eben, wie du gesagt hast, das sind keine Hauptverkehrsstraßen, die sind eigentlich für diese Art von Verkehrslast gar nicht ausgelegt. Also man hat manchmal das Gefühl, als Anwohner oder als als Mensch, dass das nicht koordiniert ist. Also mir fällt da ein Tag ein, ich komme aus dem Nordosten, da war im Prinzip der Nordosten fast komplett abgeschnitten. Da war eine Rostocker Straße gesperrt, da war auf der einen Straße eine Tagesbaustelle, da war auf der Teerstraße eine Tagesbaustelle. Die Verbindung zwischen Mockau und Thekla war gekappt. Die ist ja schon seit zwei Jahren gekappt. Und auf der Berliner Brücke hat man gleichzeitig noch irgendwas gebaut. Ich weiß nicht, ob so eine, so eine, so eine queer Ding oder neu gebaut, weil da irgendwann so hoch geworden alles an einem Tag. Das war ein absolutes Chaos. Da gab es nur noch eine einzige Straße. Und wenn sich das natürlich alles auf eine Straße von vier, fünf Straßen, auf eine Straße konzentriert, ist ja logisch, was da passiert. Und das versteht kein Mensch. Da versteht kein Mensch, warum man da nicht sagen kann Komm, die eine Baustelle, die für Montag bis Freitag angemeldet ist, die kann jetzt hier, das muss jetzt mal, darf nicht genehmigt werden, sondern du musst halt mal vierzehn Tage später bauen. Ja, kannst du doch jede Baufirma damit arrangieren. Na klar, Ein klares Statement, dass das nicht immer schön ist und dass man es erklären muss, verstehe ich als Verwaltung. Aber da muss man halt auch mal durch. Und da hast du den Eindruck, dass in der Stadtverwaltung Du hast ja am Anfang schon sarkastisch gemacht, aber dass da unsere Bedenken geteilt werden oder die Bedenken auch der Betroffenen. Ja, ich, ich, ich, habe manchmal das Gefühl, dass sie gar nicht das alles so im Blickpunkt. Alles so gemeinsam haben, dass sie wenn wenn jetzt. Ich bin jetzt so einen Antrag zum Beispiel kommt jetzt auf eine Tagesbaustelle und halbseitige Sperrung der Straße dass die gar nicht, dass man mit einer Route berechnen, was das bedeutet, dass die gar nicht sagen Mensch hier. Die Straße ist noch gesperrt und die ist gesperrt und da kann ich hier unten die Straße nicht genehmigen, sondern da muss ich einfach sagen, es tut mir leid, es geht gerade in dem Zeitpunkt nicht und da sehen die wahrscheinlich nur diese einen. Dieses eine Ding sagen und gucken Umfeld und sagen ja, hier ist ja nicht das geht und sagen Ja klar, los, dann Feuer frei. Na gut, aber also müssen wir nicht mehr wieder dahin kommen, so alle Verkehrsarten so also gleichberechtigt nebeneinander zu denken und hier nicht einzelne Sachen dann, dann so. Beziehungsweise das billigend in Kauf zu nehmen, dass es halt. Und du hast zum Beispiel das Stichwort Wirtschaftsverkehr Wirtschaftsverkehr so ich meine, das trifft dann am Schluss ja doch wieder alle, weil. Also jetzt hätte ich mal kurz salopp also Wenn die Leute immer auf ihre ihre Pakete warten oder die neuen Klamotten, die neue Technik und so drin ist, wenn der wenn der Lieferwagen mit im Stau steht. So also also also das muss man ja auch mal so denken. Na ja, bei der Wirtschaft ist es relativ klar. Also man kann das sehr genau machen. Ich komme ja aus dem Handwerk. Wir berechnen auch, wie man Arbeit produktiver Arbeitszeit. Früher war es so, dass ein normaler acht Stunden Tag von einem Mitarbeiter ungefähr sieben Stunden produktiv war und eine Stunde war wirklich Anfahrt, Abfahrt zum Kunden. Heute sind das sechs Stunden. Wir haben von den acht Stunden, die wir die der Arbeitgeber bezahlt nur sechs Stunden, wo der Mensch Geld verdienen kann. Ansonsten ist er fast zwei Stunden im Leipziger Verkehr unterwegs. Das bedeutet diese eine Stunde, die der. Die Zeitverlust muss ich kalkulatorisch auf die anderen sechs Stunden draufknallen. Das heißt, der Preis für den Endkunden ist automatisiert höher, weil der so viel im Stau steht. Und das ist das Problem. Und ich mache mal noch ein anderes Beispiel. Das ist ein Amazon oder DHL Problem. Früher konnten DHL Fahrer oder Amazonfahrer im Schnitt zwei hundert Pakete am Tag ausliefern. Das war so die Schnittmenge, die sie gepackt haben. Heute sind wir bei ein hundert fünfzig. Das bedeutet, ich muss für die anderen fünfzig Pakete wieder jemanden halbtags einstellen oder wieder ein zweites Auto generieren. Das heißt, DHL und Amazon haben durch unser Stauverhalten, was wir produzieren mehr Autos im Stadtgebiet unterwegs und mehr Menschen im Stadtgebiet unterwegs. Und ob das ökologisch sinnvoll ist? Nein, ist es nicht. Da kann ich ganz klar sagen Ist es nicht. Definitiv nicht. Das ist, glaube ich. Dann drehen wir uns im Kreis und sobald wieder ein zweites Auto mehr auf der Straße ist, habe ich ja wieder zwei Autos, die faktisch mit im Stau stehen. Eben das meine ich ja. Und dann wird ein Stau halt auch länger. Also jetzt mal und das ist das Thema zu Ende gedacht. Und ich merke auch durch deine Leidenschaft an dem Thema bleiben wir dran. Und ich glaube, liebe Grüße ins Stadtentwicklungsdezernat. Da werde ich uns nicht so schnell abschütteln bei dem Thema. Wir stehen mit euch im Stau. Ja, aber wir haben ja noch ein anderes Thema. Das ist ja eher dein Thema, lieber Lukas. Da geht es um das Thema Verwaltungsreform. Ich weiß, dass unser Haushalt der Stadt Leipzig natürlich sehr eingeschränkt ist. Oder andersrum gesprochen Wir haben ganz, ganz wenig Geld die nächsten Jahre zur Verfügung, die wir ausgeben können. Und wir müssen natürlich schauen, welche Ausgaben wir vielleicht in unserem Selbst, in unserem Apparat, in unserem Verwaltungsapparat reduzieren können. Und da habt ihr einen coolen Vorschlag. Erklär mal, zähl mal genau, wie schon gesagt. Also aktuell hatten wir uns noch mal mit dem Thema beschäftigt, wie wir neben dem, was schon läuft, was ja auch durchaus angestoßen wurde Aufgabenstruktur, Kritik, Aufgabenreduzierung, insbesondere auch fünf hundert Stellen weniger als zwei tausend vier und zwanzig ist jetzt unser großes Ziel. Weil wenn Sie sich, liebe Hörerinnen und Hörer, mal mal den Aufbau der Stadtverwaltung anschauen, dann werden Sie sehen, dass Sie nicht nur den Oberbürgermeister haben, sondern daneben acht Fachbürgermeister. Und wir sagen jetzt sparen und auch eine neue Kultur, ein neues Bewusstsein für das weniger gewonnene Geld muss auch ganz oben anfangen. Und deswegen ist es ganz klar Von den acht Bürgermeistern oder von den acht Fachdezernaten wollen wir auf sechs Dezernate runtergehen. Das ist krass. Aber am Ende in den Großkonzernen ist das ja nicht unüblich, von der Vorstandsstruktur von fünf Vorständen auf drei runter zu gehen. Im Übrigen haben wir das, glaube ich, in der Sparkasse ebenfalls gemacht und der Sparkasse Leipzig die letzten zehn Jahre. Da sind wir auch dem Vorstand reduziert, um ein klares Zeichen zu setzen in der Mitarbeiterschaft, dass wenn man spart, spart man an jeder Stelle. Ja, es geht ja auch um was Gemeinsames und es soll jetzt auch nicht das Ziel sein. Hauptsache gespart und der Rest bleibt gleich, sondern wir wollen und wir haben uns schon angeschaut, wo können wir vielleicht neue Synergieeffekte erzielen, vielleicht auch Sachen auch mit einer politischen Aussage dann neu zuordnen, um dann zum Beispiel. Also ich mache es mal konkret. Es geht zum Beispiel darum, dass man das bisherige Kulturdezernat auflöst oder auflösen würde nach Ende der Amtszeit der amtierenden Dezernentin und die Sachen dann anders verteilt. Und wir reden immer viel darüber, dass Kultur ein Wirtschaftsfaktor ist. Erstens mal, was auch in der Kultur wieder generiert wird, plus dass das ein Standortargument ist. Also sagen wir, da wäre es doch gar nicht so unlogisch, die Kulturbetriebe, also Schauspiel, Gewandhaus, Oper, TTJV und und Musikschule dann auch dem Wirtschaftsdezernat zuzuordnen, um das mehr aus einem Guss zu denken. Dann kann man nämlich auch unserer Meinung nach auch Synergieeffekte heben, zum Beispiel wenn man hier über Standortansiedlung usw redet. Und das zweite ist, wir haben ja ein Dezernat für Allgemeine Verwaltung, was? Ich will es kurz zusammenfassen viel mit dem Innenausbau der Verwaltung zu tun hat. Also dass hier zum Beispiel da ist die ganze IT und so ist da zum Beispiel mit drin. Und der Bürgerservice. Aber wir haben im Bürgerservice leider viele Bereiche, die dann auch in anderen Dezernaten sind und so und wir sagen halt, dass wir auch da Doppelstrukturen abbauen müssen, insofern, als dass wir zum Beispiel sagen Bürgerservice und Kfz. Das ist für uns ein ganz wichtiges Thema. Das wollen wir in einem Dezernat bündeln. Im bisherigen Umwelt, Ordnungsdezernat und den inneren Aufbau der Stadtverwaltung. Ich glaube, da sollten wir dahin gehen. Wenn wir zum Beispiel Digitalisierung und Organisation reden. Dafür gibt es einen direkt gewählten Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterin. Und da ist das Thema mindestens genauso gut aufgehoben. Und wir hoffen uns, wenn wir dann oben an der Verwaltungsspitze auch reduzieren, eine klare Beschleunigung, ein klares Zeichen auch in die Mitarbeiterschaft, dass wir das hier gemeinsam angehen. Und natürlich dann auch ein klares Zeichen auch Richtung Bürokratieabbau wieder. Man hätte ja auch einen Vorteil, dass der Oberbürgermeister mal mehr in seiner Verwaltung mit reinschnuppern kann und auch die kleinsten Probleme auch mit erkennt. Ja, natürlich. Wir warten auch generell. Das sagen wir aber immer. Wir erwarten natürlich auch, dass Verantwortung und dass das Leben, das wir hier in Zeiten knapper Kassen leben. Das fängt beim Oberbürgermeister an, dafür ist er demokratisch, von uns allen, von uns Bürgerinnen und Bürgern mit dem Mandat ausgestattet, weil er im Gegensatz zu seinen Bürgermeistern ja direkt vom Volk gewählt ist. Und am Schluss des Tages die Stadtverwaltung nach Gemeindeordnung ist. Nur der Oberbürgermeister. Also jede Vorlage trägt seinen Namen. Er ist verantwortlich. Jeder Bescheid. Gucken Sie mal drauf. Jeder Bescheid, den Sie von der Stadt bekommen. Da steht drauf Stadt Leipzig. Der Oberbürgermeister und nicht Bürgermeister XY. Und da wollen wir auch, dass der Oberbürgermeister nicht nur die Gesamtstrategie macht, sondern sich auch den Aufbau seiner Stadtverwaltung in Zukunft deutlich mehr anschaut, vor allen Dingen auch gerade beim Wirtschafts, Kultur und Wirtschaft zusammenzudenken. Kann ich mir auch gut vorstellen. Wenn man zum Beispiel ein Betriebsbesuch macht, kann man gleichzeitig eine Visitenkarte von der Oper mitbringen und kann sagen Mensch, hier hast du nicht Lust, als Stifter oder Sponsor vielleicht sogar mitzumachen. Gib was zurück in die, in die Gesellschaft. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Unternehmen da sogar sagen Klar, könnte ich mir gut vorstellen. Genau. Also das sind genau solche Synergieeffekte, die wir uns da vorstellen, die wir gerne anstreben würden. Dann würden wir auch noch zum Beispiel das Thema Sport ebenso aus den gleichen Gedanken wie bei der Kultur auch mit ins Wirtschaftsdezernat geben. Weil wir hatten in den letzten Jahren große Sportvereine in der Stadt. Wir hatten die letzten Jahre große Sportveranstaltungen, wollen ja noch eine ganz große, mindestens eine Nachspiele oder den Start der Tour de France. Und das ist für uns dann auch ein Wirtschaftsfaktor, auch ein Tourismusfaktor. Und das wollen wir in Zukunft deutlich mehr zusammendenken, weil wir da auch das Potenzial sehen, Leipzig noch besser im Umfeld, im investorischen Umfeld zu positionieren. Also ich sage mal, ich könnte mir das gut vorstellen. Was denkst du, gibt es dafür eine Mehrheit oder wird das positiv aufgenommen? Oder wird das eher kritisch diskutiert werden unter den Stadträten und vielleicht auch in der Bevölkerung? Ja, wir haben dazu jetzt also wir wollen nicht nur reden, sondern auch machen und unseren Worten Taten folgen lassen. Wir haben den Antrag zur Änderung der Hauptsatzung, also in Anführungsstrichen, die die Leipziger Grundverfassung, also wo der Aufbau der Leipzig, der grundsätzliche Aufbau Leipzig festgelegt ist, ins Verfahren gebracht. Die ersten Reaktionen, auch aus den anderen Fraktionen waren jetzt. Jetzt nicht unbedingt auch super. Endlich sagt es mal einer. Uns ist aber auch wichtig gewesen zu sagen Erstens wir stoßen die Debatte überhaupt an und zerreden das nicht erst mal intern im Vorhinein, sondern wir gehen mal raus. Und wenn die anderen genauso gute Ideen haben oder von mir aus sogar bessere, dann sind wir die Letzten, die auf unseren Punkten beharren. Nur wir müssen endlich weiterkommen an der Stelle. Und was die Bevölkerung angeht ich glaube, es ist mein fester Eindruck Bürokratieabbau ist das Gebot der Stunde. Das erwartet die Bevölkerung, egal, ob es die Wirtschaft ist, die Familien sind, die hier mit den bürokratischen Prozessen zu kämpfen haben. Also jeder, also jede Lebenslage, glaube ich, denken die Leute, warum muss ich das denn hier schon wieder ausfüllen? Das müssen die doch längst wissen. Also jeder hat er, glaube ich, schon mal so einen Moment, das haben die doch. Warum schreib ich jetzt noch mal auf. So, und da müssen wir generell in Deutschland auf allen Ebenen mehr hinkommen. Aber ich denke auch, dass viele sich fragen Wieso haben wir eigentlich so viele Verwaltungsebene und gefühlt Bei mir unten oder im Alltag habe ich das Gefühl, immer weniger funktioniert. Der Staat ist weit weg und er zieht sich zurück. Und diesem Eindruck müssen wir auch mal was entgegensetzen. Nicht nur, indem wir auch ganz klar sagen okay, wir haben festgestellt, unsere Verwaltungsstrukturen sind in Teilen zu komplex geworden und deswegen bauen wir ganz klar ab und modernisieren unseren Staat generell und in unserem Fall unsere Stadt. Ja, eine moderne Stadt Leipzig ist immer gut. Eben. Denn wie es ein alter konservativer Leitspruch Damit alles so bleibt, wie es ist, muss sich vieles ändern. Okay. Und ich glaube, damit haben wir ein gutes Schlusswort. Vielen Dank für deine Zeit. Ich hoffe, Ihnen hat es gefallen. Lassen Sie gerne Feedback da. Und wenn Sie gerne mehr über die Kommunalpolitik hier im Leipziger Rathaus hören wollen, abonnieren Sie uns doch gerne auf der Podcastplattform Ihrer Wahl. Herzliche Grüße von abends im Rathaus. Tschüss. Macht's gut.

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